Montag, 8. Dezember 2014

Ein Herzensprojekt

- Ein Blogbeitrag mit sehr vielen Links, die natürlich alle geöffnet werden müssen! dafür gibt es am Ende etwas tolles zu gewinnen! -

Ihr erinnert euch sicher noch an das nicht ganz so gelungene Druckprojekt  und das Paar Shorts, das ich diesen Sommer genäht habe. 
Beides war für ein tolles Projekt, bei dem ich dabei sein durfte und das ich euch jetzt vorstellen möchte.

Spooky Sally von den Cherrymuffin Studios und The Vegan Pin Up Files hat sich für den diesjährigen Kalender etwas ganz besonderes ausgedacht. Aus diesem Grund hat sie 11 Vintage liebende und vegan lebende Mädels zum ersten Vegan Pin Ups Files Kalender zusammengetrommelt.

Mein Shootingtermin war bereits im August.Als Thema für mein Bild wollte ich eine Anspielung auf die Simpsonsfolge "Lisa als Vegetarierin", die nach wie vor eine meiner liebsten Folgen ist. Schnell stand dann auch das Motiv als Veggie Grillmeisterin fest.
Ich konnte es mir dann natürlich nicht nehmen lassen selbst für mein "Kostüm" zu sorgen.

Hauptaugenmerk sollte auf der Schürze liegen, also habe ich zuerst einmal ein wenig Inspiration gesammelt.


Nach ein bisschen Rumprobieren hatte ich dann den Schnitt, den ich mir vorgestellt hatte.


Die tragische Geschichte des Druckes habe ich ja bereits ausführlich erzählt, aber ich muss sagen, dass es letzlich mit Muster wahrscheinlich zu viel geworden wäre. Hattet ihr das Muster eigentlich erkannt? Richtig, es sollte das Maiskolbenmuster von den Gardinen in der Simpsons Küche sein!

Make Up und Haare hat Nina gezaubert

Unter der Schürze trage ich besagte Shorts und außerdem die Probebluse zu der Hawaii Carmenbluse.
An der Schürze mussten meine liebe Freundin Bianca, die am selben Tag ihr Shooting hatte, und Sally dann noch ein bisschen Hand anlegen, damit sie auch schön die Kurven auf dem Foto betont. Aber unter uns gesagt, ich glaube beide wollten in Wirklichkeit einfach nur mal an mir rumgrabbeln.

  
Das Shooting hat super viel Spaß gemacht. Wer Sallys Bilder kennt, weiß, dass sie eine der Besten in Sachen Pin Up und Vintage Fotografie ist. Und das ist auch nicht verwunderlich, denn sie hat eine tolle Art mit dem Model zu arbeiten und so fühlt man sich auch als absoluter Unprofi wie ich wohl vor ihrer Kamera.
Man hat nicht das Gefühl, irgendeine Rolle erfüllen zu müssen, sondern man kann einfach man selbst sein und sich ein bisschen ausprobieren.


Mein liebstes Outtake Bild möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten. Bei Biancas Shooting hatte ich die ehrenvolle Aufgabe des Palmenhaltens. Die Palme war nur leider etwas wiederspenstig.



In den vergangen Wochen hat Sally dann die anderen großartigen Mädels geshootet und ganz viel Arbeit und Herzblut in das Layout und die Gestaltung des Kalenders gesteckt.
Das Ergebnis ist nicht nur ein toller Wandkalender, sondern zusätzlich ein grandioser Taschenkalender, der vollgepackt ist mit vielen Infos rund um das vegane Leben.
So gibt es zu jeder Dame ein Interview, Lieblingsrezepte, Tips für den Alltag und sogar Jungs! huiuiui!

Ich bin sehr glücklich und stolz bei diesem wundervollen Projekt dabei sein zu dürfen. In den letzten Wochen ist unter uns Kalender Mädels eine tolle Gemeinschaft entstanden, da wir uns viel ausgetauscht haben und jeder inhaltlich etwas zu dem Kalender beigetragen hat. Sally und wir hoffen durch dieses Projekt die vegane Lebensweise an viele Menschen heranbringen zu können und mit einigen Vorurteilen aufräumen zu können.

Es gehen außerdem 5€ jedes Kalenders an die Staffordshire Hilfe Berlin.

Kaufen könnt ihr Wand- und Taschenkalender über den the Vegan Pin Up Files Shop und bald auch in den Filialen von Veganz
Hier noch eine kleine Vorschau, wie er aussehen wird:



Werbematerial von Spooky Sally / The vegan Pin Up Files


Sooooo und wer diesen Beitrag bis zum Ende gelesen hat, hat nun die Chance einen Taschenkalender zu gewinnen! Alles was ihr tun müsst, ist das folgendes Simpsonszitat zu vervollständigen, ABER nicht mit dem Original Wortlaut! Denkt euch eine eigene lustige und originelle Antwort aus und schreibt diese hier als Kommentar oder unter das Bild bei Facebook

"Ich bin Veganer Stufe 5, ich esse....."

 Die verbotene Antwort lautet "...nichts was einen Schatten wirft"

Ich freue mich auf eure Antworten! 
Ihr dürft natürlich auch gerne als nicht Nicht-Veganer mitmachen! Es geht um lustige und kreative Antworten!

Gewinnspielende ist der 15.12.2014 

Freitag, 28. November 2014

Umstrukturieren

Hier wurde schon lange nicht mehr genäht. Genaugenommen seitdem ich in den USA war, zurückgekommen bin ich vor gut einem Monat.
Das hat auch einen Grund, nämlich meine sehr unorganisierte Nähecke. Allen voran mein Stoffschrank.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir vergeht einfach die Lust, wenn ich meine Arbeitsecke sehe, dort der Stoff aus allen Löchern quilt und ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
"Dann räum doch einfach auf und miste aus" - ja das sagt sich manchmal leichter als es ist.

Aber das bedarf wohl etwas Vorgeschichte. Ich hatte 4 Jahre lang ein kleines Label, über das ich vor allem Schminktäschchen verkauft habe. Jedes ein Unikat, zusammengestellt aus den verschiedensten Stoffen.

Das hat natürlich auch mein Stoff Kauf- und Sammelverhalten stark beeinflusst. So habe ich über die Jahre viele kleinere Stücke mit den wildesten Mustern gesammelt. 

Nun habe ich Anfang diesen Jahres beschlossen, das ganze auf Eis zu legen.
Logische Konsequenz wäre es, alle Stoffe, die ich für die Täschchen gekauft habe, auszusortieren. Aber da ist die leise Stimme in meinem Kopf, die sagt, dass ich vielleicht eines Tages doch wieder anfange oder dass man die Stoffe doch nochmal für etwas gebrauchen kann.
Diese Stimme ist natürlich nicht wirklich hilfreich beim Aussortieren.

Aber in den letzten Tagen habe ich dann wirklich mal dran gesetzt und ausgemistet.



Zunächst habe ich alle Stoffe auf dem Boden verteilt um dann angefangen sie von Stapel zu Stapel hin und her zu schieben. Die Methode hat sich als wenig sinnvoll herausgestellt, so dass ich erstmal festgelegt habe, wie ich denn nun meine Stoffe strukutrieren werde.

Bisher waren die Täschchen Stoffe immer im großen Fach meines Wohnzimmerschrankes, im kleinen Fach daneben "Bastelstoffe" und die Stoffe, die ich für Kleidung gekauft habe verwaisten in einem Fach neben meinem Schreibtisch.

Da mein Fokus nun ganz klar auf dem Nähen von Kleidung liegt, ist es auch nur fair, dass diese Stoffsparte in das große Fach umziehen darf. Und tada, ab da ging das Ausmisten dann doch relativ leicht. 

Im großen Fach finden sich nun Stoffe für Oberteile, Blusen und ganz rechts für Hosen.


Im kleinen Fach befinden sich nach wie vor "Bastelstoffe", also Stoffe, die ich zB für Kissenhüllen nehme.
Im Regalfach neben dem Schreibtisch machen es sich nun diverse Einlagen gemütlich.


Und das habe ich ausgemistet: 


Jetzt fühle ich mich um einiges erleichtet und könnte eigentlich mal wieder etwas nähen. Mein Stoffschrank verrät mir, dass in der Hosenstoffabteilung akute Platznot herrscht, also ran an eine Hose!

Wie handhabt ihr das mit der Ordnung im Stoffschrank? Habt ihr ein System und Kategorieren? Tut ihr euch auch so schwer beim Ausmisten? 

Montag, 10. November 2014

Zurück zum Thema

Nach jüngstem Facebookgeplänkel und Like-Erhasche, wird es auch mal wieder Zeit zum eigentlichen Thema dieses Blogs zurück zu kommen: das Nähen.

Anfang des Jahres hatte ich im Kleiderkreisel Blog erklärt, wie man einen Tellerrock näht. Dieses kleine Tutorial möchte ich gerne hier mit euch teilen.

Das Schöne an dem Rock ist, dass er eine simple Form hat, man ihn aber ganz wunderbar auf verschiedene Arten individualisieren kann und er so zu so ziemlich jedem Stil passt.
Aber dazu später mehr, erstmal wird genäht!

Zunächst: Ich bin keine ausgebildete Schneiderin und habe mir das Nähen in den letzten Jahren selbst beigebracht. Das heißt, dass meine Art zu nähen wahrscheinlich nicht immer die professionellste ist, aber sie führt zum Ziel.

Was ihr braucht:

Für das Schnittmuster

 - ein großes Stück Papier (ca  85x85cm/ zB Packpapier,
alte Zeitungen, alte Tapete oder ihr klebt mehrere Stücke Papier
zusammen)
- einen Stift

- ein Maßband

- Kordel (ein Stück ca. 30cm, ein Stück ca. 80cm)










Für den Rock


- ca 2m Stoff (je nachdem, wie lang er werden soll und wie groß ihr seid)
- Einlage für den Bund (wenn ihr mögt)

- einen Knopf

- einen Reißverschluss (am besten einen sogenannten Nahtreißer,passend zum Stoff)

- Stecknadeln

- Stoffschere

- ein Bügeleisen






1. Stoff waschen!

Wenn ihr den Stoff kauft, fragt am besten nach, bei wieviel Grad ihr ihn waschen könnt, aber die meisten kann man ohne Probleme bei 30° waschen.

Wenn ihr ihn nicht wascht, kann es sein, dass der Rock später eingeht.


2. Das Schnittmuster

Für das Schnittmuster messt ihr erstmal euren Taillenumfang und wie lang der Rock werden soll.

Ein Tellerrock ist im Prinzip ein großer Kreis mit einem Loch in der Mitte.

Das Loch in der Mitte müssen wir ausrechnen. Jaaaaaa, ganz eklig mit Mathe!! Wir brauchen nämlich die Zahl Pi!huiuiui! Pi ist ca. 3,14

(die restlichen Kommastellen lassen wir mal unter den Tisch fallen)



Nehmen wir mal an, euer Taillenumfang ist 80cm, dann sieht die Rechnung folgendermaßen aus:

80:2= 40

40:3,14= 12,74
 

Diese 12,74 sind der Radius für den inneren Kreis, also das Loch.
 


Da es ganz schön viel Papier und Stoff verbrauchen würde, einen kompletten Kreis am Stück auszuschneiden, zeichnen wir einen Viertel Kreis auf.

Bindet euer kurzes Stück Kordel um den Stift, messt 12,74cm an der Kordel ab und fixiert da die Kordel an einer Ecke eures Papiers oder haltet es einfach fest.

Zeichnet nun einen Viertelkreis.

Jetzt kommt die Länge des Rockes.

Wenn er von der Taille aus zB 70cm lang sein soll, rechnet ihr folgendermaßen:

70+12,74= 82,74
 

Das ist die Länge der Kordel, um den äußeren Kreis zu zeichnen.



Schneidet das Schnittmuster nun aus.
Jetzt könnt ihr euch entscheiden, ob ihr tatsächlich einen kompletten Tellerrock haben möchtet oder einen nicht ganz so voluminösen Rock. Mir ist ein kompletter Kreis immer etwas zu viel, deshalb nehme ich ein bisschen von meinem Schnitt weg.

Dazu faltet ihr ihn in der Mitte und messt ca 10cm (oder so viel,wie ihr wegnehmen möchtet) vom unteren Rand Richtung Mitte. Von dem Punkt zieht ihr einen Strich bis zur äußeren Kante des inneren Kreises. Wichtig dabei ist, dass ihr den inneren Kreis nicht verändert! sonst wird der Rock zu eng!

Das eingezeichnete Stück schneidet ihr ab.


3. Zuschneiden


Faltet den Stoff in der Mitte, so dass die schöne Seite innen ist.


Steckt das Schnittmuster auf dem Stoff fest und schneidet es mit 1cm Nahtzugabe ringsrum aus. Das macht ihr 2 Mal, so dass ihr insgesamt 4 Teile habt.
Ihr könnt das Schnnittmuster auch direkt an den sogenannten Stoffbruch (also der Falte in der Mitte) legen, dann habt ihr am Ende nur 2 Teile. Das bietet sich zB bei großen Mustern an,damit das Muster nicht durch eine Naht unterbrochen wird.
Ich möchte bei meinem Schottenkaro aber mit dem Musterverlauf spielen, deshalb nehme ich 4 Teile.
 



4. Versäubern

Näht einmal bei allen Teilen mit einem Overlockstich ringsrum. Außer oben, da kommt ja der Bund dran.

5. Reißverschluss

Bei mir sind Knöpfe und RVs immer auf der linken Seite. Am besten bügelt ihr beim linken Vorderteil und beim linken Rückteil am Außenrand 1cm nach innen.Jetzt näht ihr den Reißverschluss zwischen die 2 Teile. Den Rest von der Seite näht ihr einfach zusammen.

Bevor ihr etwas zusammennäht, steckt es immer vorher mit Stecknadeln fest!
 





 6. Zusammennähen

Jetzt könnt ihr alle Teile zusammennähen. Immer mit einem Zentimeter Nahtzugabe. Bügelt nun auf der Innenseite des Rockes die Nahtzugabe auseinander.



7. Bund

Wenn der Rock jetzt soweit passt, könnt ihr euch dem Bund widmen.

Ich finde, dass 5cm eine gute Bundbreite ist, ihr könnt ihn natürlich auch schmaler oder breiter machen.

Ihr müsst nun erstmal den Bund aus eurem Reststoff zurecht schneiden.

 Die Länge des des Stoffstreifens ist euer Taillenumfang + 5cm

(3cm,damit der Bund etwas überlappt,damit man ihn mit einem Knopf schließen kann.und 2cm Nahtzugabe).

Die Breite ist 2x die Breite des Bundes + 2cm Nahtzugabe.

Also, wenn der Bund später 5cm breit sein soll, 12cm.

Jetzt bügelt an allen Seiten 1cm nach innen und dann bügelt ihr den Streifen mittig. Wenn ihr möchtet, bügelt noch eine Einlage zur Stabilität mit ein.


Mit dem Annähen vom Bund beginnt ihr auf der Vorderseite des Rockes am Reißverschluss. Da schließt der Bund bündig an.

Ihr näht ihn rechts auf links fest (sonst näht man ja immer rechts auf rechts, also schöne Seite auf schöne Seite).

Dann klappt ihr den den Bund einmal um und näht ihn an der Vorderseite fest.






8. Fast fertig

Näht noch unten den Saum einmal um, damit ihr eine schöne Kante habt.

Edit 
Vielen Dank an Andrea von Michou loves Vintage für folgenden Tip:
Lasst den Rock vor dem Säumen 1 bis 2 Tage aushängen, damit er nicht zipfelt.

Es fehlt nur noch das Knopfloch und der Knopf!



FERTIG!









Wie am Anfang erwähnt, gibt es ganz viele Möglichkeiten, wie man den Rock verändern kann. Ich habe euch einfach mal ein paar Bilder von Ideen, die ich bisher umgesetzt habe, angehängt.














Dienstag, 4. November 2014

Gewinne, Gewinne, Gewinne

Weil ich mich so sehr darüber freue, dass ich nach nur einem Tag schon über 90 Likes auf meiner neuen Facebookseite bekommen habe, verlose ich dieses von mir genähte Täschchen:


Klickt bei meiner Facebookseite auf "gefällt mir" und wenn ihr die Nr. 123 seid, gehört es euch! Wenn ihr schon "gefällt mir" gedrückt habt, teilt das Bild doch einfach mit euren Freunden, vielleicht gewinnt einer von ihnen es ja.  


 
 

Sonntag, 2. November 2014

Gesichtsbuch

Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer Facebook-Fanpage oha! 
Hier schreibe ich ja immer über abgeschlossene Projekte und ihren Entsehungsprozess, auf der Facebookseite werden euch die ein oder anderen "zwischendurch"-Bilder erwarten.
ich freue mich über jeden "gefällt mir"- Daumen!


Zum Gutfinden bitte einmal hier klicken. danke!

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Weltenbummler

Da bin ich wieder.
Ich habe nicht ganz die komplette Welt umbummelt, sondern war 2 Wochen im schönen California unterwegs. Aber ihr kennt das sicher, Urlaubsvor- und nachbereitungen lassen dann meist nicht viel Zeit für anderes.

Dafür habe ich euch etwas mitgebracht. Nämlich einen kleinen feinen Blogbericht über einen tollen Stoffladen, den ich in San Francisco entdeckt habe.
"das ist ein bisschen weit weg!?", fragt ihr euch vielleicht. Aber das ganze soll eine Art Auftakt sein. Wäre es nicht toll, wenn sich Näh-/DIY-Blogger gegenseitig ihre liebsten Materialbezugsquellen zeigen?
Ich finde ja! Aber bevor ich euch meine liebsten Orte in Berlin zeige, hier ein paar Eindrücke von Britex Fabrics in San Francisco.

Der Laden liegt sehr zentral in der Nähe vom Union Square und ist dank seines riesigen Schildes nicht zu verfehlen.




Seit 1952 ist Britex in San Francisco ansässig. Auf 4 Stockwerken kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.


Suchbild: wer findet meine Schwester auf dem Bild


 Aber es gibt nicht nur Stoffe, sondern auch jede Menge Knöpfe, Gürtelschnallen, Kunstblumen und Handarbeitsbedarf.



Leider habe ich nicht viele Bilder gemacht, aber ein solch umfangreiches Sortiment habe ich noch in keinem Laden in Deutschland gesehen. 
Hinzu kommt, dass das Personal außerordentlich freundlich ist. Ich wurde von jedem 2. Angestellten auf meine unglaublich tolle Hose (eine olle Freddies Jeans :-D ) angesprochen und generell scheinen die Kalifornier sehr kontaktfreudig zu sein.

Meine Ausbeute ist dann doch eher überschaubar, da ich am Ende der Reise im Laden war und entsprechend das Konto leer und der Koffer voll waren.



Geht ihr in anderen Städten und Ländern auch gerne in Stoff- und Bastelläden? 
Wie findet ihr die Idee, in eurer Stadt eure liebsten Orte vorzustellen?

Montag, 15. September 2014

Vom Stamme der Ichkaufallestoffe

Manchmal springen einen beim Betreten des Stoffladens Stoffe regelrecht an und möchten dringlichst gekauft werden.
So geschehen mit diesem zauberhaften Stöffchen.


Ein Rock soll daraus werden und da der Stoff an sich ja schon stark gemustert ist, einer ohne viel Schi-Schi.
Der Schnitt wird ähnlich wie beim Frida Rock , allerdings ohne Stufen.
Also im Prinzip denkbar einfach und wenn ich genauer darüber nachdenke, wohl so ziemlich der einfachste Rockschnitt, den es gibt.

So sehen die Schnittteile aus:


 
Insgesamt habe ich 160cm von dem Stoff gekauft. Davon schneide ich ca. 10cm für den Bund ab, einen ca. 10cm breiten Streifen habe ich als Verschnitt, da das Muster an den Seiten ja möglichst zusammenpassen soll. Den restlichen Stoff teile ich, so dass ich 2 Bahnen mit den Maßen 70cm x 135cm, Vorderseite und Rückseite, habe. 
Auf eine Seite kommt der Reißverschluss, auf die andere eine verdeckte Tasche, denn ohne Tasche geht es nicht bei mir.

Zuerst nähe ich die Taschenseite zusammen.



Dann kommt der spaßige Teil mit dem Kräuseln, der den Rock schonmal als solches erahnen lässt.

 

Nach dem Annähen des Bundes kommt noch ein passender Knopf dran und ich nähe den Saum um.


 

Beim Annähen des Bundes muss man nur ein wenig aufpassen, dass man auch wirklich das ganze Gekräusel mit einnäht und später nichts herausschaut.

Ansonsten ist das wohl der Schnitt, bei dem man am wenigsten Stoff am Ende übrig hat. 
Der überfüllte Stoffschrank wird sich bedanken.


Ich mag ihn sehr und bekomme direkt Lust in Nordamerika auf Bärenspurensuche zu gehen.
Vorerst muss allerdings das Spreeufer zum Spurensuchen herhalten.



Dienstag, 9. September 2014

Einmal Bettwurst zum mitnehmen, bitte

Für besondere Menschen, die man besonders lieb hat, möchte man natürlich auch ein besonderes Geschenk haben, wenn ihnen etwas besonderes bevorsteht.

Vor einer Weile bin ich auf diese Anleitung für Lavendeldruck gestoßen. Klingt sehr viel versprechend und ideal für meine Idee, eine Nackenrolle als Reisebegleiter für einen sehr guten Freund zu gestalten.
Als Motiv sollen unsere über die Jahre gesammelten Photoautomatenbilder dienen.
Damit er in der Ferne jeden Morgen neben einem bekannten Gesicht aufwacht. Oder aber, damit er jeden Morgen den Schock seines Lebens bekommt. Das ist dann wohl Auslegungssache.

Zunächst drucke ich die Bilder auf einem Laserdrucker auf 150% vergrößert aus, schneide sie zurecht und ordne sie auf dem Stoff an.




Ich halte mich an die Anleitung. Allerdings werden aus "einigen Tropfen" bei mir 2 Fläschchen. 
Ja, man sollte den Geruch doch mögen, wenn man diese Druckmethode wählt.

Insgesamt pinsel ich die Bilder 2 Mal mit Öl ein. Ein 3. Mal würde sicherlich auch nicht schaden, aber ich habe Angst, dass einer der Nachbarn wegen starker Geruchsbelästigung Beschwerde einreicht.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Es sind natürlich keine gestochen scharfen Bilder, aber meine Intention war es ja auch eine Art Muster zu erhalten, das erst auf den 2. Blick erkennbar ist. Es muss ja nicht jeder sofort sehen, was für Kloppis wir sind.




So weit, so gut. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn nicht noch irgendetwas schief läuft. Ich merke nämlich, dass ich den Stoff falsch herum bedruckt habe.
Heißt, würde ich nun so die Nackenrolle nähen, würden die Bildstreifen längs über die Rolle laufen, sie sollen aber quer darüber laufen.

Also wird mal wieder improvisiert: ich schneide eine Reihe ab und nähe sie längs als Reißveschlussabdeckung an die Hülle. Sieht doch fast gar nicht zusammengetrickst aus.