Montag, 23. Juni 2014

Der Stapel

Heute möchte ich euch einen treuen Mitbewohner vorstellen. Er lebt neben meinem Schreibtisch in einem Regalfach und hört auf den Namen Stapel.



Mir ist es in der Vergangenheit schon häufig passiert, dass ich einen schönen Stoff habe liegen lassen und mich später geärgert habe, dass ich ihn nicht gekauft habe.
Aus diesem Grund kaufe ich seit einiger Zeit einfach alle Stoffe, die mir gefallen. Fair enough würde der Australier sagen.
Es gibt außerdem noch einen Schrank gefüllt mit Stoffen, aber heute konzentrieren wir uns nur auf den Stapel, da dort alle die Stoffe lagern, für die ich schon mehr oder weniger konkrete Vorstellungen habe und die deshalb gute Chancen haben auf diesem Blog in näherer Zukunft als Kleidungsstück vorgestellt zu werden.


Ich liebe Strickshirts. Aber da ich im Stricken nicht sonderlich bewandert bin, bin ich sehr dankbar, dass man hier und da schicke Strickstoffe findet.
Das links ist ein Flanellstoff, der hat sich mal eben mit aufs Bild gemogelt und möchte gern ein Hemd für meinen Freund werden....irgendwann.....


Abteilung Chiffon, leicht und luftig. Dass ich von diesen schönen Stöffchen noch keines verwendet habe, kann ich ganz leicht entschuldigen: ich möchte mir eine Overlock zulegen und in meinem Kopf macht es Sinn auf diese zu warten, bevor ich mich an hübsche Blusen setze.

  
Kunstseide, vielleicht werden Blusen daraus, vielleicht aber auch schöne 40er Kleidchen. Das werde ich dann wohl entscheiden, wenn es soweit ist.



Mehhhhrrrrrr Hosen hurra! Ich bin schon so lange auf der Suche nach einer roten Jeans, da musste ich ja zuschlagen, als ich den roten Jeansstoff auf dem Wühltisch hab liegen sehen.
Und eine schöne braune Hose habe ich auch noch nicht.



Baumwollstoffe mit lustigen Prints, die eigentlich danach schreien Blusen und hübsche Oberteile zu werden. Wobei ich noch etwas unentschlossen bin, ob ich wirklich eine Bluse mit Katzen, die aus Rosenbüschen gucken, anziehen werde. Aber kaufen musste ich den Stoff auf jeden Fall!



Das sind Reste und Borten, die mal Kragen, Ärmel oder Rockabschlüsse werden sollen. Dazu muss man natürlich erstmal ein entsprechendes Kleidungsstück nähen.


Wenn ich mir das alles so anschaue, ist es eigentlich gar nicht sooooo viel Stoff. Da kann ich beruhigt mehr kaufen haha.
Aber im Ernst, manchmal ist es wie sich selbst Hausaufgaben aufgeben und man kommt gar nicht wirklich hinterher.
Was schade ist, denn gerade, wenn man schon eine konkrete Vorstellung von einem Teil hat, freut man sich ja darauf und möchte es auch möglichst bald in den Händen halten.

Kennt ihr das Gefühl auch? Kauft ihr auch alles was euch in die Quere kommt oder wirklich immer nur für ein konkretes Projekt?

So genug geschrieben für heute, zurück an die Nähmaschine!

Montag, 16. Juni 2014

Von Fransen und Bommeln

Hübsche Kissen werten so ein Sofa ungemein auf. 
Und hübsche Bommel-/Fransen-/ wasauchimmer- Borten werten wiederum ein Kissen ungemein auf.
Da mein Sofa mittlerweile vor Kissen kaum noch zu sehen ist, habe ich dieses Mal eine Kissenhülle für eine liebe Freundin zum Geburtstag genäht.

Der tolle Frida-Stoff versauert schon etwas länger auf dem Stapel (Erklärung folgt), denn er möchte diesen Sommer noch gerne zu einem Mexico-Stufenrock vernäht werden.
Aber gut, nun darf es sich Frida ersteinmal auf dem Sofa meiner Freundin gemütlich machen.





Das Quadrat für die Vorderseite darf ruhig einen Zentimeter größer ausgeschnitten werden als das Kissen ist + der obligatorische 1cm Nahtzugabe. Für die Rückseite schneide ich 2 Teile aus, die zusammen größer als die Vorderseite sind, damit ich sie überlappend aufnähen kann.




Außerdem bekommt das Kissen natürlich den weltallerschönsten Fake- Bambusknopf.


Zuerst nähe ich die Bommelborte an der Vorderseite fest, damit sie mir nicht wegrutscht, wenn ich die Rückteile annähe.




Die Unterkante der Rückseite nähe ich fest und an das längere Stück kommt noch ein Knopfloch.



 
 Die beiden Rückteile nähe ich überlappend wie bei einem Hotelverschluss an das Vorderteil, damit man später nichts vom Innenkissen sieht. Zum Schluss versäubere ich innen noch alle Kanten mit einem Overlockstich und tadaaaaaaa, fertig ist das Kissen.








und hier noch mit der Tiki-Version, um zu zeigen, das Fransenborte Bommelborte in nichts nachsteht:



Montag, 9. Juni 2014

So langsam komme ich in dieses Alter,....

.... in dem meine Freunde anfangen munter Kinder in die Welt zu setzen.
Das soll mir nur recht sein, so habe ich wenigstens eine Ausrede um zuckersüßen Kinderstoff zu kaufen. Ok, ich brauche nicht wirklich Ausreden um Stoff zu kaufen, ich gebe es zu.

Den Rocket Rascals Stoff von Michael Miller hatte ich schon länger auf dem Schirm, aber bisher noch keinen Verwendungszweck. Um so schöner, dass ich ihn nun endlich für eine Wickeltasche für eine liebe Freundin vernähen kann.

Vorbild ist eine Kosmetiktasche, die ich vor gefühlten 100 Jahren mal von der Avon-Tante geschenkt bekommen habe.

halb antikes Stück

Zuerst einmal müssen alle Materialien zusammengesucht werden.



Als Ergänzung zu dem tollen Retrostoff, habe ich mich für beschichtete Baumwolle entschieden, zwecks Abwischbarkeit.
Außerdem dürfen natürlich Bänder und Borten passend zum Thema nicht fehlen!

Und dann kanns auch schon losgehen.


Die Einzelteile für das Innenleben
ganz wichtig: Innentaschen!


Beim Innenleben finde ich es wichtig, dass es Innentaschen und Gummibänder für Fläschchen gibt.

Henkel

Die Einzelteile vom Deckel



Die Einzelteile an sich sind nicht so schwer, knifflig wirds dann bei der Zusammenführung.
Und siehe da, beim ersten Versuch stellt sich heraus, dass das Innenteil etwas zu groß geraten ist und Falten schlägt.


Gar nicht so schlimm, dass ich es nochmal rausnehmen muss, denn so kann ich am Außenteil noch D-Ringe für einen Trageriemen ergänzen.




Nächstes Hindernis: Reißverschluss an Deckel nähen. Das sieht mit einem einfachen Geradestich nämlich echt bescheiden aus. Natürlich nur, weil Gerade ja total langweilig ist und nicht etwa, weil ich da eine schöne Schlangenlinie zusammennähe.


Also wird die Naht wieder aufgetrennt (mit Abstand mein liebster Teil beim Nähen - vermurkste Nähte wieder auftrennen *grummel*) und ich entscheide mich für einen Ungenauigkeiten-verzeihenden Zickzackstich.




Tada, so sieht das gute Stück dann fertig aus:





Montag, 2. Juni 2014

Hosen kann man nicht genug haben

Ich finde Röcke toll und schön, aber im Alltag sind mir Hosen dann doch lieber.
Vor einer Weile habe ich mein Hosenschnittmuster entdeckt. Kennt ihr das, wenn ihr ein Schnittmuster habt, auf das ihr immer zurück greift? Das Resultat sieht am Ende zwar immer irgendwie ganz anders aus, aber die Basis ist die gleiche.

Weil ich einen supergünstigen Anzugshosenstoff beim Karstadt meines Vertrauens geschossen habe, kommt mein Lieblingshosenschnittmuster (hui langes Wort) Simplicity 3322 mal wieder zum Einsatz.

Passende Knöpfe sind auch schnell gefunden und schon kanns losgehen.



das im Hintergrund ist übrigens der Stoff

Weil ein Abnäher ja irgendwie langweilig ist, gibt es heute mal eine Bundfaltenhose. Dafür rechne ich einfach nochmal das, was ich für nur einen Abnäher brauchen würde dazu. Macht Sinn, sind ja 2.



Die aufgesetzte Tasche finde ich dann aber eher suboptimal, also nähe ich eine versteckte Seitentasche ein. Denn ganz ohne Tasche geht bei mir alten Schniefnase leider gar nicht.



Die letzte Änderung: Gürtelschlaufen. Ich finde ja, dass Hosen gleich viel schicker aussehen,wenn man einen Gürtel dazu trägt.




Bei der ersten Anprobe merke ich ersteinmal, dass die Abnäher ziemlich ungünstige Falten im Bauchbereich verursachen. Leider leider leider habe ich davon kein Foto, weil ich ausgerechnet jetzt das Ladegerät meiner Kamera nicht finden kann. Sowas doofes aber auch!

Also trenne ich die Hälfte der Nähte an den Abnähern wieder auf und tada , so geht es dann.

nochmal alles zurecht zupfen