Mittwoch, 27. August 2014

Alohahulahonolulusunshineblakeks

Böse Zungen behaupten, dass der Sommer sich so langsam seinem Ende zuneigt.
Wahrscheinlich konnte ich genau deshalb den schönen Hawaiistoff nicht im Laden zurück lassen, um den Sommer mit einem gepflegten "Aloha he" zu verabschieden.

Das Schöne an Nähblogs ist ja, dass man inspiriert wird und manchmal genau den passenden Schnitt zu seinem Stoff auf dem Silbertablett serviert bekommt.
Beim Durchstöbern einer meiner Lieblingsblogs, By Gum, By Golly, passiert mir genau das. Tasha hat vor kurzem diese hübsche Bluse genäht, das Tutorial dazu hat sie wiederum hierher
Perfekt für meinen Blumenstoff!

Der Schnitt ist wirklich denkbar einfach. Ich möchte allerdings bei meiner Bluse vorn einen kleinen Ausschnitt, also zeichne ich für vorne und hinten seperate Schnittmuster auf.

So sehen Rückenteil und Ärmelteile zusammengenäht aus:


Und so alle Teile:

Für den Halsausschnitt und den Ärmelabschluss hat Tash einen super Tip: Schrägband.
Da bin ich ehrlichgesagt bisher noch nicht selbst daruf gekommen, aber so lässt sich das Gummiband dann später ganz leicht einziehen.


 Ich nähe das Schrägband am Ausschnitt fest, lasse es ein wenig überlappen und ziehe dann das Gummiband mithilfe von einer Sicherheitsnadel durch.


Dann muss man ausprobieren, wie stark gerafft das Oberteil sein soll. Dasselbe macht man bei den Ärmeln und das war es auch schon.


Mein Oberteil ist leider etwas weit geworden, da ich anscheinend zum einen die Angwohnheit habe, Kleidung zu groß zu nähen und da ich nicht bedacht habe, dass mein Stoff stretchig ist. 
Also bei dehnbaren Stoffen am besten nicht allzuviel dazurechnen.

Die Tragebilder sind heute leider etwas unscharf, da meine Freundin und ich schon etwas spät dran sind zu....unserem Bibelkreis.


moment, die Haare

ich hab MOOOMMMEEEENT gesagt

jetzte aber

Montag, 18. August 2014

I got a feeling things ain't going right

.....dieses wunderbare Lied von Tawny Reed tönt passenderweise aus meinem Musikabspielgerät, als ich dann endlich einsehe, dass ich es komplett versaut habe.

Aber von Anfang: Ich suche für ein Projekt relativ kurzfristig einen Stoff mit Gemüse. Am liebsten natürlich einen aus den 50ern oder zumindestens einen, der so aussieht als ob er aus der Zeit stammen könnte.
Nachdem ich das gesamte Internet erfolglos durchsucht habe, beschließe ich die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Relativ schnell habe ich auch eine Vorstellung wie das ganze aussehen soll, es soll nämlich eine kleiner Seitenhieb auf meine Lieblingsserie werden (naaaa, wer errät sie?).
Also studiere ich Stoffe, Muster und Grafiken aus der Zeit und versuche das Charakteristische in meine Zeichnung einzubringen.

 
Das ganze soll mit Siebdruck verwirklicht werden, aber aus Mangel an Fotoemulsion, behelfen wir (= mein Bastelpartner a.k.a mein Freund und ich) uns mit ausgeplotterter Folie. 

nein, das ist nicht mein Arm
 Da wir so aber jeden Kolben einzeln drucken müssen, dauert das ganze entsprechend lange und nach gefühlten 13 Stunden, ist das das Ergebnis.


Davon abgesehen, sieht man bei dieser Methode überhaupt nicht, wo man hindruckt. Also muss der gute alte Schablonendruck herhalten.


Sieht doch schonmal ganz vielversprechend aus.


Das ganze dann noch einmal mit den grünen Teilen.


Ja, das wird was! Denk ich bis jetzt zumindestens.


Jetzt kommt aber der wirklich knifflige Teil: die Outlines.
Dafür kommt eigentlich wirklich nur Siebdruck in Frage, aber hier versagt leider auch die Folienmethode...



Die Folie ist zu dick, das heißt der Abstand zwischen Stoff und Sieb ist zu groß und das kommt dabei raus.
Was bleibt da noch übrig? Eigentlich nur noch, es wieder mit einer Schablone zu probieren.


An diesem Punkt kann man mir wirklich nicht vorwerfen, dass ich nicht alles probiert habe. Schwamm, Pinsel, sogar eine Lackierrolle, aber es sieht einfach alles echt mies aus.

So habe ich mir das Ergebnis dann wirklich nicht vorgestellt.



Mit einem anständig belichteten Sieb, auf dem vor allem nicht nur ein Kolben drauf ist, sondern ein Rapport, wäre das ganze sicherlich ein schöner Stoff geworden.
Aber so macht es keinen Sinn, noch weitere Arbeit hineinzustecken.

Ich muss einsehen: das hat nicht funktioniert.

Wieso schreibe ich dann trotzdem einen Blogpost darüber? Weil ich finde, dass auch solche Sachen in einen DIY-Blog gehören.

Manchmal hat man eine Idee, ist sicher, dass alles so klappt, wie man es sich vorstellt und am Ende sieht es nach Grütze aus.
So ist das eben, wenn man kreativ ist.

Dann muss man die ganze Stunden Arbeit, die man hinein gesteckt hat, das ganze Material, das man verschwendet hat, einfach abhaken, lächeln und sich dem nächsten schönen Projekt widmen.

Nein, moment: erst ordentlich gegen den Küchenmülleimer treten, laut fluchen, irgendetwas, das rumliegt, dramatisch auf den Boden pfeffern, DANN lächeln und sich dem nächsten schönen Projekt widmen!

Montag, 4. August 2014

machen wir es kurz: Shorts

Am liebsten trage ich Jeans. Dicht gefolgt von langen Stoffhosen in allen möglichen Farben. Dann kommen Röcke und Kleider und irgendwo ganz weit unten auf der Liste, mit einem feinen Stift mini klein geschrieben, stehen Shorts.

In anbetracht der tropischen Temperaturen, die hier in den letzten Wochen herrschen, bin ich allerdings zu dem Entschluss gekommen, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, meinen Kleiderschrank um dieses Kleidungsstück zu erweitern.

Der Stoff ist schnell gefunden, nämlich in meiner Restekiste. Ein fester lachsfarbener Baumwollstoff, aus dem ich schon einmal eine lange Hose genäht habe. Dazu noch hübsche Knöpfe vom Flohmarkt und los kann es gehen.


Als Grundlage für das Schnittmuster nehme ich mal wieder mein Lieblingshosenschnittmuster .



Die Abnäher schneide ich beim Schnittmuster aus, damit man sie besser auf den Stoffteilen markieren kann. Ich bin ja immer auf der Suche nach gutem Markierwerkzeug, sprich Kreidestifte usw. Also, wenn ihr Tips habt, her damit!
Zur Zeit benutze ich so ein lustiges Kreiderädchen.


Um die Markierung auf das andere Teil zu übertragen, benutze ich Stecknadeln und zeichne anhand von ihnen die Markierung nach.


Die Ursprungsform der aufgesetzte Tasche ändere ich ab, da so eine runde Tasche doch irgendwie sommerlicher aussieht.


Um die Position der Knöpfe zu markieren, benutze ich wieder Stecknadeln. Es ist übrigens tatsächlich Zufall, dass auf dem nächsten Bild alle Stecknadelköpfe weiß sind.


 So sieht das fesche neue Beinkleid dann angezogen aus: