Montag, 15. September 2014

Vom Stamme der Ichkaufallestoffe

Manchmal springen einen beim Betreten des Stoffladens Stoffe regelrecht an und möchten dringlichst gekauft werden.
So geschehen mit diesem zauberhaften Stöffchen.


Ein Rock soll daraus werden und da der Stoff an sich ja schon stark gemustert ist, einer ohne viel Schi-Schi.
Der Schnitt wird ähnlich wie beim Frida Rock , allerdings ohne Stufen.
Also im Prinzip denkbar einfach und wenn ich genauer darüber nachdenke, wohl so ziemlich der einfachste Rockschnitt, den es gibt.

So sehen die Schnittteile aus:


 
Insgesamt habe ich 160cm von dem Stoff gekauft. Davon schneide ich ca. 10cm für den Bund ab, einen ca. 10cm breiten Streifen habe ich als Verschnitt, da das Muster an den Seiten ja möglichst zusammenpassen soll. Den restlichen Stoff teile ich, so dass ich 2 Bahnen mit den Maßen 70cm x 135cm, Vorderseite und Rückseite, habe. 
Auf eine Seite kommt der Reißverschluss, auf die andere eine verdeckte Tasche, denn ohne Tasche geht es nicht bei mir.

Zuerst nähe ich die Taschenseite zusammen.



Dann kommt der spaßige Teil mit dem Kräuseln, der den Rock schonmal als solches erahnen lässt.

 

Nach dem Annähen des Bundes kommt noch ein passender Knopf dran und ich nähe den Saum um.


 

Beim Annähen des Bundes muss man nur ein wenig aufpassen, dass man auch wirklich das ganze Gekräusel mit einnäht und später nichts herausschaut.

Ansonsten ist das wohl der Schnitt, bei dem man am wenigsten Stoff am Ende übrig hat. 
Der überfüllte Stoffschrank wird sich bedanken.


Ich mag ihn sehr und bekomme direkt Lust in Nordamerika auf Bärenspurensuche zu gehen.
Vorerst muss allerdings das Spreeufer zum Spurensuchen herhalten.



Dienstag, 9. September 2014

Einmal Bettwurst zum mitnehmen, bitte

Für besondere Menschen, die man besonders lieb hat, möchte man natürlich auch ein besonderes Geschenk haben, wenn ihnen etwas besonderes bevorsteht.

Vor einer Weile bin ich auf diese Anleitung für Lavendeldruck gestoßen. Klingt sehr viel versprechend und ideal für meine Idee, eine Nackenrolle als Reisebegleiter für einen sehr guten Freund zu gestalten.
Als Motiv sollen unsere über die Jahre gesammelten Photoautomatenbilder dienen.
Damit er in der Ferne jeden Morgen neben einem bekannten Gesicht aufwacht. Oder aber, damit er jeden Morgen den Schock seines Lebens bekommt. Das ist dann wohl Auslegungssache.

Zunächst drucke ich die Bilder auf einem Laserdrucker auf 150% vergrößert aus, schneide sie zurecht und ordne sie auf dem Stoff an.




Ich halte mich an die Anleitung. Allerdings werden aus "einigen Tropfen" bei mir 2 Fläschchen. 
Ja, man sollte den Geruch doch mögen, wenn man diese Druckmethode wählt.

Insgesamt pinsel ich die Bilder 2 Mal mit Öl ein. Ein 3. Mal würde sicherlich auch nicht schaden, aber ich habe Angst, dass einer der Nachbarn wegen starker Geruchsbelästigung Beschwerde einreicht.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Es sind natürlich keine gestochen scharfen Bilder, aber meine Intention war es ja auch eine Art Muster zu erhalten, das erst auf den 2. Blick erkennbar ist. Es muss ja nicht jeder sofort sehen, was für Kloppis wir sind.




So weit, so gut. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn nicht noch irgendetwas schief läuft. Ich merke nämlich, dass ich den Stoff falsch herum bedruckt habe.
Heißt, würde ich nun so die Nackenrolle nähen, würden die Bildstreifen längs über die Rolle laufen, sie sollen aber quer darüber laufen.

Also wird mal wieder improvisiert: ich schneide eine Reihe ab und nähe sie längs als Reißveschlussabdeckung an die Hülle. Sieht doch fast gar nicht zusammengetrickst aus.