Samstag, 18. Juli 2015

Die Palazzohose, die dann doch keine wurde

Der Stein des Anstoßes für dieses Projekt ist ein Stück Stoff, vermutlich einfach ein großes Tuch, das ich für einen schmalen Taler Anfang des Jahres bei einem Flohmarkt mitgenommen habe.



Mein erster Gedanke ist, einen einfachen Rock daraus zu machen. Beim Anhalten merke ich allerdings, dass so leider die hübschen Blüten im oberen Teil wegfallen würden. Außerdem kommt die Länge eigentlich ziemlich genau mit meiner Beinlänge hin, wieso also keine Hose daraus machen?

Recht schnell stoße ich auf folgendes Schnittmuster und bin hin und weg. Eine Palazzohose scheint genau das richtige für heiße Sommertage.




Bei genauerer Recherche finde ich Tragebildern von Damen im Internet, die genau diese Hose schon einmal genäht haben und komme zu dem Entschluss, dass mir die Hose live doch nicht so recht gefällt. Die hübschen Zeichnungen auf den alten Schnittmustern sind doch manchmal etwas anderes als die (heutige) Realität.

Also setze ich mich mal wieder an mein Lieblingshosenschnittmuster....



.... und schaue, wie ich es ändern kann, damit ich eine leichte Sommerhose daraus schneidern kann.

Da bei dem auffälligen Muster eine Seitennaht stören würde, setze ich Vorder- und Rückseite zusammen.



So kommt das Muster auch an den Seiten toll zur Geltung.



Anstelle einfacher Abnäher, setze ich an der einen Seite einen Reißverschluss ein und auf der anderen eine versteckte Seitentasche.

Den Bund lege ich etwas breiter als sonst an, da ich bei der ersten Anprobe zum einen merke, dass die Hose einen kleinen Ticken zu kurz wird. Zum anderen kommt so der Gürtel, den ich aus der oberen Borte, die ich weggeschnitten habe, fertige, besser zur Geltung.


Das Ergebnis ist eine schöne und leichte Sommerhose mit einem Hauch von Exotik.


Natürlich wird die Hose bei den Temperaturen auch sofort ausgeführt.



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